Insulea: Diabetes Blog

Ein Blog über meinen Alltag mit Diabetes Typ 1, Angststörungen und Depressionen.

5 Dinge, die mich während der Corona Pandemie/ in stressigen Situationen entspannen

 Das letzte halbe Jahr im Zeichen der Pandemie hat Spuren hinterlassen. Ziemlich schnell sind Veränderungen und neue Realitäten auf uns eingeprasselt und haben vielen Menschen den Boden unter den Füßen weggerissen. Für viele bedeutete dies eine Neuorientierung und Umstrukturierung des gewohnten Alltags und damit einhergehend Sorgen und Probleme, die sich nicht so schnell ändern werden und können. Ganz abgesehen von wirtschaftlichen und finanziellen Aspekten führten Lockdown und Isolation natürlich zu weniger sozialen Kontakten und vielen Einschränkungen. Nicht alle können sich isolieren z.B. aus Obdachlosigkeit, nicht alle wollen sich isolieren z.B. aufgrund häuslicher Gewalt oder weil sie sich in ihrem "Zuhause" nicht frei ausleben können, ...

Corona ist eine Ausnahmesituation für die menschliche Psyche

Zuerst wollte ich in diesem ersten Absatz über die Auswirkungen von Corona schreiben, aber es ist schwer, all die Missstände kurz zufassen und dabei nicht abzuschweifen. Gesagt soll sein, dass ich weiß, dass ich in der Hinsicht absolut privilegiert bin, da ich in einem sicheren Umfeld lebe, durch meine Wohngemeinschaft soziale Kontakte habe, ich die Möglichkeit habe, mich weitestgehend zu isolieren, ich finanziell abgesichert bin.
Dennoch machen psychische Erkrankungen auch vor all diesen Privilegien nicht Halt und es hilft nichts, Situationen miteinander zu vergleichen. Alle Emotionen sind erlaubt. Diese Pandemie ist eine nie dagewesene Ausnahmesituation, deren Ungewissheit sich auf die menschliche Psyche auswirkt. 


Lea am Strand mit einer Kamera in der Hand, sie sieht nachdenklich aus.

Meine Psyche läuft nicht immer so rund, wie es den Anschein hat

Auch meine Psyche leidet unter der jetzigen Situation, die eben den Umständen geschuldet ist. Seit meiner Diabetes Diagnose vor knapp 9 Jahren begleiten mich auch Angststörungen und Depressionen. Hier habe ich bereits ausführlicher von ihnen und allgemein vom Stress berichtet, die eine chronische Erkrankung mit sich bringt, hier über die Geschichte hinter meiner Diagnose.


Ich werde nie sagen können, dass ich geheilt bin von ihnen, sie gehören dazu, die meiste Zeit kann ich mit ihnen umgehen und sie im Hintergrund halten. Panikattacken wie diese aus der Anfangszeit hatte ich seit Jahren nicht mehr, die Depressionen kommen und gehen und die Symptome beider sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. 

Ich mag zum Beispiel nur sehr ungern allein rausgehen (mache es aber trotzdem) und ich hasse künstliches Deckenlicht, weil es mich an die Krankenhausaufenthalte erinnert. Die ersten Jahre war es fast unmöglich, mich beim Sport auszupowern, da ich bei jedem erhöhten Puls sofort nervös geworden bin und das Training abbrechen musste, darunter hat meine Ausdauer sehr gelitten. Ich kann mich nur schwer komplett entspannen und muss am Besten immer etwas zu tun haben, um nicht in schweren Gedanken unterzugehen. Bei jedem Anflug von Schwindel oder Kopfschmerzen muss ich ganz genau ergründen, warum es mir gerade so geht, damit ich sicher sein kann, dass mir nichts Schlimmes passiert und ich nicht Panik bekomme. 

Jede Nacht schrecke ich in der Einschlafphase hoch und bekomme kurz keine Luft, seit neun Jahren, ein Überbleibsel meines Traumas durch die Diagnose. Das ist mein auffälligstes Symptom, an welches sich die Menschen aus meinem Umfeld ebenfalls schon gewöhnt haben. Es hört sich weitaus undramatischer an, als es tatsächlich ist. 

Dazu kommen noch viele andere kleine Dinge und Verhaltensweise, die auf diese Diagnosen zurückzuführen sind. Durch Corona hat sich beispielsweise meine Angst, allein rauszugehen, noch verstärkt. Ich habe viel weniger schöne Dinge vor und habe manchmal das Gefühl, nur auf etwas zu warten, was nicht kommt. (Das Ende von Corona vielleicht? Ich denke das ist eine utopische Hoffnung.) 

Ich kann ganz normal meinen Alltag bestreiten und mir geht es meistens auch gut, aber trotzdem ist beides noch da. Ich habe gelernt, damit umzugehen. Niemand kann es mir ansehen und da ich eher hoch-funktionale depressive Phasen habe und sich meine Angststörung bis auf das Hochschrecken kaum äußert, bemerken die meisten Menschen gar nicht, dass es eben nicht immer so rund läuft bei mir. 

Die meisten würden mich wohl eher als positiv, viel arbeitend, authentisch und oft am Lachen beschreiben. Der Zwiespalt daran ist, dass das im Großteil stimmt, aber es trotzdem nicht bedeutet, dass ich nicht psychisch belastet bin. 


Lea sitzt am Strand auf einem Baumstamm und lacht herzlich

Ich habe mich an dieses Leben gewöhnt 

Für mich ist das mein Leben, ich habe mich an alle Unannehmlichkeiten, die diese Erkrankungen mit sich bringen, schon lange gewöhnt, so dass sie mir kaum noch auffallen. Ich muss mich oft daran erinnern, wie weit ich schon gekommen bin und dass es okay ist, dass ich an manchen Tagen Dinge nicht so gut umsetzen kann wie andere Menschen, Sport treiben zum Beispiel. Aber natürlich hält mich all das nicht davon ab, mein Leben zu leben! Aufgeben ist nie eine Option für mich gewesen.


Was mache ich also, wenn ich mich mal wieder gestresst und überfordert fühle? Ich schreibe einen Blog Post und berichte euch von fünf Dingen, die mir dabei helfen, runterzukommen und zu entspannen. In jedem Fall bin ich eine Freundin davon, Gefühle und Emotionen zuzulassen. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch, ich weine schon bei Reality TV Shows oder wenn fremden Menschen etwas Schönes widerfährt. Weinen hilft mir, Emotionen zu verarbeiten und ich finde es schade, dass es immer noch ein Tabu in der Gesellschaft ist, so offen über Gefühle zu sprechen. 


Meine 5 Tipps für mehr Entspannung im (Corona-)Alltag: 


Meinem Hobby nachgehen 
Es klingt immer sehr einfach und wie aus einem Sprüchekalender:  Wie oft habe ich schon „Tu was du liebst, dann wird es dir besser gehen“ gehört? Aber sich überhaupt erstmal dazu aufzuraffen, einem Hobby nachzugehen, kann sehr anstrengend sein, egal, wie sehr ich es liebe. 
Wenn ich es dann aber schaffe, merke ich jedes Mal, wie sehr ich das Gefühl vermisst habe, eben genau das zu tun. Zu tun, was mich glücklich macht. Bei mir ist das Fotografieren. Egal, ob ich fotografiere oder vor der Kamera stehe. Am Liebsten aber am Meer oder beim Wandern in den Bergen. 


Bücher lesen
Egal wie schlecht es mir geht, wie gestresst ich mich fühle — lesen geht immer! Zugegeben lese ich auch oft Feel-Good-Romane, vor allem New/Young Adult. Etwas Seichtes mit Happy End hilft mir immer, abzuschalten. Normalerweise mag ich vorhersehbare Bücher gar nicht, aber das ist eine Ausnahme.
Manchmal werden es aber auch die eher gegenteiligen Psychothriller, die so spannend und unerwartet sind, dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen kann. 

Spaziergänge/ Sport
Gerade wenn die Tage wieder kürzer werden ist es umso wichtiger, Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Ich versuche jeden Tag immerhin einen Spaziergang zu machen, vorzugsweise bei Tageslicht. Eine Zeit lang habe ich auch jeden Tag ein kurzes Home Workout gemacht, das lasse ich gerade langsam wieder aufleben. Ich merke immer wieder wie gut es mir tut, wenn die Muskeln warm werden und arbeiten. Nach einem langen Tag am Schreibtisch (durch Uni und Home Office bedingt) fühlt es sich richtig gut an, den Körper zu dehnen und arbeiten zu lassen. Davon profitieren natürlich auch die Blutzuckerwerte. 

Lea hält ein CBD-Öl Fläschen in die Kamera

CBD Öl 
CBD Öl steht für ein Gemisch aus Cannabidiol der weiblichen Hanfplanze und (Hanfsamen-)Öl.
Mein Geheimtipp bei Stress und Einschlafproblemen! 
Ich durfte das CBD-Öl und die Einschlaftropfen mit Hanföl und Melatonin von CBD Vital für ein halbes Jahr testen. Ich benutze es nicht täglich, aber immer dann, wenn ich mir Druck mache und so unter Strom stehe, dass ich nicht zur Ruhe kommen kann. 

Noch nie bin ich seit der Diagnose so schnell eingeschlafen! Das CBD und auch die Schlaftropfen sind ein natürliches Mittel, es ist nicht psychoaktiv, da CBD-Öl nur einen sehr geringfügigen THC Gehalt hat. 
Es entspannt den Körper langsam, so dass ich mich ganz schwer und geborgen fühle, bevor ich dann sanft einschlafe. Tatsächlich sind das Öl und die Schlaftropfen die einzigen Mittel, die je gegen meine Hochschreck-Symptomatik geholfen haben. Es ist leider nicht so, dass ich gar nicht mehr hochschrecke, aber es mildert die Intensität und hilft mir, die Einschlafphase zu verkürzen. 
CBD wird außerdem nachgesagt, die Blutzuckerwerte zu stabilisieren, dazu habe ich bisher nichts feststellen können. Wo CBD aber auch super hilft ist die Versorgung von Einstichstellen von Pumpe und Sensor. Ich bekomme oft leichte Ausschläge vom Pflaster oder entzündete Stellen, die durch das in die Haut einmassierte CBD tatsächlich schneller abheilen. 

Cbd Öl und Schlaftropfen Fläschen am Strand

CBD Vital hat mir einen 15% Code für das gesamte Sortiment zur Verfügung gestellt, falls ihr nun neugierig geworden seid: insulea15 - Ich freue mich über eure Erfahrungsberichte :-)
Journaling/Mindmapping 
Ich bin keine Person, die normalerweise Tagebücher führt, obwohl ich sehr gerne schreibe. Wenn mir etwas auf dem Herzen liegt und ich mich überfordert fühle, fließt es aber doch schreibend aus mir hinaus. Manchmal bei Instagram, als Blog Post oder nur für mich privat. Schreiben war und ist mein Ventil. Sonst wäre ich wohl auch nicht Bloggerin geworden 😝
Tatsächlich nutze ich auch Mindmaps im Uni- und Privatleben, um mir einen Überblick über Probleme und Wünsche zu verschaffen. Eine gewisse Ordnung und Struktur hilft mir sehr, meinen Alltag zu bewältigen. 
______________
Disclaimer: Dieser Blog Post enthält gesponserte Werbung. CBD Vital hat mich die Produkte im Voraus für ein halbes Jahr testen lassen, damit ich mir wirklich sicher sein kann, die Produkte weiterempfehlen zu können. Vielen Dank für die faire Zusammenarbeit! 

0 Kommentare