Mein Antrag für das Freestyle Libre


Da sich mein Beitrag zum Thema "Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis" großer Beliebtheit erfreute, möchte ich euch diesmal meinen Antrag für die Kostenübernahme der Freestyle Libre Sensoren von Abbott vorstellen.

Leider bezahlen bisher nur wenige Kassen einen (Teil-)Betrag, über den Verlauf hat Antje bereits ausführlich berichtet.
Momentan sind es folgende Krankenkassen (entnommen aus der Freestyle Libre Gruppe bei Facebook):

Audi BKK
AXA
Barmer
BIK
BKK
DAK
DBV
Debeka
Pronova BKK
Siemens Betriebskrankenkasse
TK
UKV

Hierbei handelt es sich natürlich um Einzelfallentscheidungen.

__________

Ich selbst bin bei der Barmer GEK versichert und habe mich vorab informiert, welche Schreiben ich dem Antrag zufügen soll.
Fehlt etwas, wird der Antrag meist einfach stumpf abgelehnt, überprüft also vorher ganz genau, ob ihr alles parat habt.

1. Blutzuckertagebücher

Ich habe drei Monate sehr genau Tagebuch geführt - dazu gehören für mich neben den bekannten Konstanten ein Farbwechsel zwischen hohen, im Normalbereich liegenden oder niedrigen Werten sowie ein kurzer Satz zum Wohlbefinden.
Hatte ich zum Beispiel an diesem Tag eine Unterzuckerung, habe ich meine Symptome aufgelistet.

2. Das Schreiben vom Diabetologen

Die Barmer verlangt "die Bestätigung des Diabetologen, dass durch ihn die technische und medizinische Einweisung im Umgang mit dem Freestyle Libre erfolgte".
Diese Bestätigung muss folgende Punkte umfassen:

-Der Patient kennt die Definition des Gewebszuckers und den Unterschied zur bisherigen Messung.

-Der Patient kann die Trendpfeilanzeige richtig bewerten und kennt die therapeutischen Optionen bei der Insulingabe anhand des gemessenen Wertes.

-Der Patient kennt die Gefahren einer Gewebszuckermessung und misst bei Bedarf mittels einer Blutzuckermessung nach.

Außerdem muss der Diabetologe bestätigen, dass der Patient an einer Schulung für das Freestyle Libre teilgenommen hat und auch weiterhin von einer diabetologischen Schwerpunktpraxis betreut wird.

Always by my side ♥ 

3. (Optional:) Der persönliche Brief

Wie auch bei meinem Antrag zum Schwerbehindertenausweis habe ich einen persönlichen Brief beigelegt, weil ich damit gute Erfahrungen gemacht habe.
Auch hier gilt: Wer den ganzen Antrag haben möchte, darf ihn sich gerne aus meinem Dropboxordner herunterladen:
hier
Zu Inspirationszwecken folgen nun ein paar Auszüge:
(Dazu bleibt zu sagen, dass sich das Schreiben natürlich auf Extremsituationen bezieht und nicht unbedingt meinen Alltag mit Diabetes widerspiegelt.)

Punkt 1: Messungen

Im Folgenden möchte ich gern erklären, warum ich das Freestyle Libre für eine optimale Diabetestherapie benötige.

Punkt 1: Messungen

Zuallererst möchte ich auf meine täglichen Blutzuckermessungen eingehen.
Aus den mitgesendeten Tagebüchern der letzten Monate können Sie entnehmen, dass meine Blutzuckerwerte stark schwanken und ich oft mit unerklärlichen Unter- bzw. Überzuckerungen zu kämpfen habe.
Daher bin ich gezwungen, meine Blutzuckerwerte häufiger zu kontrollieren, im Schnitt messe ich zwischen 8-10x am Tag.
Dass diese Messungen sinnvoll sind, möchte ich anhand einer Auflistung verdeutlichen.

Nüchternblutzuckerwert nach dem Aufstehen
Blutzuckerwert 2 Stunden nach dem Frühstück, bzw. vor der Zwischenmahlzeit
Blutzuckerwert zum Mittagessen bzw. 2 Stunden nach der Zwischenmahlzeit
Blutzuckerwert 2 Stunden nach dem Mittagessen
Blutzuckerwert für eine Zwischenmahlzeit (gegen 16 Uhr)
Blutzuckerwert für das Abendbrot
Blutzuckerwert für einen Snack bzw. vor dem Schlafen gehen
Außerdem:
Blutzuckerwert während der sportlichen Betätigung (nach dem Ausdauertraining)
Eventueller 2. Blutzuckerwert nach dem Training
Blutzuckerwert bei Unwohlsein (zittrige Beine, taube Lippen, Bauchschmerzen) - bei einer eventuellen Unter- oder Überzuckerung.
Kontrollmessung nach einer Unterzuckerung (15min danach) bzw. bei einer Überzuckerung (1 Stunde danach)
Blutzuckerwert vor dem Auto fahren

Nur durch diese sinnvollen Messungen ist es mir möglich, meine Blutzuckerwerte in den Zielwerten zu halten.

Dies ist wichtig, da ich sehr sensibel auf Schwankungen reagiere, mehr dazu unter Punkt 2.

Gehen wir also nun davon aus, dass ich im Schnitt 8x pro Tag meinen Blutzucker messe.
Das ergibt 56 Messungen in der Woche und 224 Messungen im Monat.
Pro Quartal ergibt sich ein Bedarf von 672 Teststreifen.

Gegenüberstellung der Kosten

1.2 Gegenüberstellung der Kosten

Beim Versandhandel Diaexpert werden die Freestyle Teststreifen, die ich nutze, ab 6 Packungen für 57,89€ pro 100 Stück angeboten.
Das heißt, dass ein Teststreifen 0,5789€ kostet.
Im Monat kosten die Teststreifen also 129,67€, Im Quartal 389,02€.
Hinzu kommen noch Lanzetten für circa 10€ im Quartal.

Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 399,02€.

Das Freestyle Libre Messgerät kostet 59,90€ und hält 14 Tage.
Für einen Monat komme ich hier auf einen Preis von 119,80€, im Quartal sind das 359,40€.

Die Kostenübernahme bzw. eine anteilige Zahlung sind die kostengünstigeren Alternativen.

Natürlich muss erwähnt werden, dass ich einige Kontrollmessungen ausführe, um zu schauen, ob das Freestyle Libre nicht defekt ist und die Messungen aus dem Gewebszucker mit denen des Blutzuckers übereinstimmen.
Außerdem messe ich bei Unterzuckerungen nach, um sicherzugehen.

Weitere Argumente für das Freestyle Libre
2. Weitere Gründe für den Freestyle Libre

Leider reagiere ich sehr sensibel auf jegliche Schwankungen der Blutzuckerwerte.
Ich fühle mich bei hohen bzw. niedrigen Blutzuckerwerten oft unwohl, bekomme Bauch- oder Kopfschmerzen und fühle mich auch Stunden danach noch nicht wieder fit.
Daher versuche ich natürlich alles, damit meine Werte im Zielbereich bleiben und nehme auch zusätzliche Messungen in Kauf.
Ich schreibe alles ordentlich auf und versuche, die Basal- und Bolusinsulineinheiten anzupassen, um eine stabile Blutzuckerlage zu erreichen.

Durch den Libre ist dies natürlich viel einfacher möglicher, da auch die Tageskurven miteinander verglichen werden können und ich auch die Basalrate nachts anpassen kann, ohne jede Nacht den Blutzuckerwert zu messen.
Momentan klappen gute Werte nur, in dem ich jede Woche meine Basalrate und die Bolusfaktoren anpasse.
Das ist nervig, aber durch das Freestyle Libre weniger aufwendig als mit normalen Blutzuckermessungen.

Eine genaue Messung mit Blutzuckerteststreifen erfordert saubere, trockene und warme Finger. 
In meinem Alltag als Studentin ist dies leider nicht dauerhaft gewährleistet, da ich in den Vorlesungen, Sprachkursen etc. nicht einfach den Raum verlassen darf und sich nicht immer Sanitäranlagen in unmittelbarer Nähe befinden.


Jede der ca. 8 Blutzuckermessungen am Tag an den stellt eine Verletzung an den Fingerkuppen dar und erhöht damit das Infektionsrisiko. 
Gleichzeitig besteht dabei auch die Gefahr, dass die Sensitivität der Finger langfristig verringert wird. 

Für ein rechtssicheres Autofahren als Diabetiker muss man Blutzuckermessungen vor der Fahrt und bei längeren Fahrten alle 2 bis 3 Stunden nachweisen können. 
Dies ist aufgrund des limitierten Teststreifenkontingents nicht möglich. 
Mit dem „FreeStyle Libre" sind diese notwendigen und sinnvollen Messungen ohne zusätzliche Kosten möglich. 



Das „FreeStyle Libre" zeigt zu jeder Zeit einen Trend des Blutzuckerwertes an, so dass auch viel eher auf eine mögliche Entgleisung der Werte reagiert werden kann und Über- bzw. Unterzuckerungen häufig vermieden werden können.
Gerade bei meinen stark schwankenden Werten sind diese Trendpfeile eine große Hilfe.

Die völlig unauffällige Messung ohne zusätzliche Messutensilien verkürzt den zeitlichen Aufwand der Messung erheblich und vermindert damit die Einschränkungen durch den Diabetes erheblich.
Gerade bei Busfahrten, bei Tests und Klausuren ist diese schnelle Messung sinnvoll, ohne viel Aufsehen zu erregen.

Auch bei sportlicher Betätigung kann das „Freestyle Libre“ helfen, bessere Blutzuckerzielwerte zu erreichen.
Durch die kurze Verzögerung sieht man bereits, wann die Anstrengung auf den Körper zurückfällt und kann während des Trainings Traubenzucker zu sich nehmen, ohne wie vorher aufgrund einer Unterzuckerung das Training zu unterbrechen. 
Außerdem kann durch die Trendpfeile ein Blutzuckeranstieg nach dem Sport (bei großer Anstrengung werden spezielle Hormone ausgeschüttet, die den Blutzucker ansteigen lassen) vermieden werden.

Eine Senkung des HbA1c (Langzeitwert) durch das „FreeStyle Libre“ ist bei mir bereits eingetroffen.
Ich trage das Freestyle Libre nun schon seit November 2014 und hatte trotz Insulinpumpentherapie Schwierigkeiten, den Langzeitwert auf unter 7% zu bekommen.
Mein letzter HbA1c Wert war nun 6,1% ohne erhebliche Unterzuckerungen.
Gute Langzeitwerte zeugen von einer guten Einstellung und vermindern das Risiko von Folgeerkrankungen.
Ich fühle mich leistungsstärker und freier, seitdem ich das „Freestyle Libre“ nutze.

_____

Kommen wir abschließend zu meinem Antrag:
Ja, ich bekomme die Kosten für die Sensoren teilweise erstattet.

Leider ist es jedoch so, dass die Barmer den Verbrauch der Teststreifen im letzten Jahr berechnet und daraus die Summer der Teilübernahme bestimmt.
Bei mir sind das nun 23,46€ pro Sensor.

So, und nun möchte ich mich kurz aufregen:
Da ich das Libre aber schon ein Jahr trage und deshalb selbstverständlich nicht besonders viele Teststreifen verschrieben bekommen habe, bin ich darüber nicht sehr glücklich, um nicht zu sagen wütend.

Dieser Teufelskreis scheint mich zu verfolgen, leiste ich mir das Libre doch auch aus dem Grund, dass ich NIE genügend Teststreifen von meinen Diabetologen verschrieben bekommen habe.
4x täglich Messen reicht vollkommen aus, wenn es nach ihnen gehen würde.

Natürlich kann ich mich glücklich schätzen, überhaupt einen Anteil der Kosten erstattet zu bekommen, allerdings geht es mir hier auch mal wieder um das ewige Teststreifenproblem.
Ich möchte einfach das bekommen, was mir und MEINER GESUNDHEIT zusteht.
Ich weiß tatsächlich nicht mehr, was ich machen soll, ein Arztwechsel steht nicht zur Auswahl und selbstverständlich möchte ich das Libre auch nicht mehr missen.
So langsam habe ich aber all meine Ersparnisse aufgebraucht und möchte ungern auf das Geld aus meinem Nebenjob zugreifen.
Ich bin mir nicht sicher, ob man die eigene Gesundheit als ein "first world problem" bezeichnen kann.

Falls also jemand eine gute Idee hat, wie ich meinen Arzt davon überzeugen kann, dass ich mehr Teststreifen benötige, immer her damit.

24 Kommentare

BAF
3. Mai 2016 um 19:20

Danke für den ausführlichen Artikel, das war ja ein ganz schöner Aufwand! :D
Wer es sich einfach machen will und auf konventionelle BZ-Tests verzichten kann (viele, die das Libre schon länger benutzen) können zur Audi BKK gehen, da geht alles ganz einfach (Hilfsmittelstelle anrufen und abklären!).

Lea
3. Mai 2016 um 20:48

Ich würde allerdings Jedem davon abraten, sich nur auf die Gewebszuckermessungen zu verlassen!
Das kann auch ganz schön in die Hose gehen.
Kontrollmessungen sind wichtig und sollten nicht vergessen werden!

3. Mai 2016 um 21:51

Hallo Lea,
Wir kennen uns ja von der Veranstaltung in Nürnberg ��
Mein Antrag bei der Barmer - GEK, war ähnlich wie bei Dir, wenn auch nicht ganz so aufwändig. Ich musste auch kein Tagebuch mitsenden.
Die Einzelfallentscheidung besagt jedenfalls, dass die Krankenkasse jeden Sensor mit 55,28€ bezuschusst. Insgesamt "genehmigen sie mir 26 Sensoren jährlich. Ich muss in Vorleistung gehen und kann quartalsweise abrechnen.
Gruß Ralf

BAF
3. Mai 2016 um 22:59

Ja, aber vor allem bei Setzen eines neuen Sensor, ich setze den neuen Sensor inzwischen aber bereits Stunden, bevor der alte abläuft (dank Liapp habe ich zwei Reader). Also nach über einem Jahr verlasse ich mich doch sehr auf den Libre, muss jeder selbst im Gefühl haben. Aber auch BZ-Messungen können einen hinters Licht führen.
Aber im Prinzip hast du Recht: Kontrolle ist immer gut.

4. Mai 2016 um 10:27

Hallo Lea,
ich bekomme von meinem diabetologen nur 500 teststreifen im Quartal.
Aber mein Hausarzt verschreibt mir auch welche. Frag vllt. mal bei deinem Hausarzt nach.
LG

6. Mai 2016 um 09:49

Hey Lea,
wirklich toller und informativer Beitrag.
Hast du schon mal versucht deinen Diabetologen vor vollendete Tatsachen zu stellen? Also einfach 2 Wochen vor Quartalsende sagen, dass du keine mehr hast und ob er wirklich verlangt, dass du dafür bezahlen musst? Aber wenn der selbst durch deine ausführliche Tagebuchführung nichts einsieht, wer weiß... Ich wünsche dir alles Gute weiterhin und hoffentlich bekommst du was du willst, liebste Grüße ♥

Anonym
19. Mai 2016 um 22:53

Ich frage mich, wieso ein Arztwechsel für dich nicht in Frage kommt? Dein Arzt klingt nicht besonders toll, wenn er dir bei deinem schwer einzustellenden Diabetes nicht mal die von der Krankenkasse maximal zugelassene Anzahl von 6 Messungen pro Tag zubilligt. Mit so jemandem würde ich ja nicht zusammenarbeiten wollen.

14. Juni 2016 um 16:49

Hallöchen, Dein Blog ist super. Sehr informativ. Ich habe eine Bitte. Ich habe oben gelesen, dass Du, wenn es gewünscht wird, den kompletten Antrag auf Kostenübernahme für das freestyle lible (Sensoren) zur Verfügung stellen würdest. Ich hätte den sehr gerne. Liebe Grüsse Kerstin

3. Juli 2016 um 13:20

danke für deinen super Artikel. Der fasst alles zusammen was ich schon immer sagen und fragen wollte und wollte dich auch bitten deinen Antrag, als Muster (am besten mit geschwärzten persönlichen Angaben, wie Namen, Adresse Mitgliedsnr. etc.zu veröffentlichen oder mir als Nachricht auf facebook zu mailen

25. Juli 2016 um 17:46

Hallo Lea,
ich würde auch gerne deinen kompletten Antrag sehen :)
hab das grade vor mir (Barmer). Hoffe, es klappt..
Grüße!
Sabine

27. Juli 2016 um 09:46

Hallo,
hat schon jemand Erfahrung mit der Kostenübernahme bei der AOK gemacht.
Gruß Stefan

Anonym
3. August 2016 um 16:36

Hallo Lea, mein früherer Hausarzt konnte mir auch nur 400 Teststr./Quartal verschreiben, mein jetziger Hausarzt/Diabetologe, verschreibt mir 600 St/Quartal. Die Freestyle-Sensoren kaufe ich selbst seit 11.2014, mein Hba1C ist momentan 5,9, ab und zu mache ich Kontrollmessungen mit Teststr., die übrigen Teststr.gebe ich einem Bekannten Diabetiker zu einem Freundschaftspreis, so habe ich ein gutes Werk getan und bekomme eine teilweise Entschädigung für die selbst bez. Sensoren. Inzwischen verschreibt mir mein Dr. noch 300 St/Quartal. Irgendwie kommt man schon durch....Das mit dem Kasse wechseln wäre eine gute Möglichkeit, aber die Kassen stellen sehr viele Fragen nach Krankheiten, weiss ich aus Erfahrung, übrigens die AOK zahlt nicht, da war ich auch schon, Gruss Arno

Anonym
11. August 2016 um 13:48

Hallo Lea, bin Typ 1 und habe den Freestyle Libre von meinem Diabetologen zum "Teste" bekommen! Bin Marathonläufer und habe ihn im letzten Jahr beim Münchner Marathon getestet!
Super praktisch! Kein Anhalten mehr und mit herkömmlichen Teststreifen messen. Einfach den Sensor an das Plättchen halten und messen! SUPER!!!
Konnte dann wärend des Laufens spontan reagieren (bin wärend des Laufes 3 mal Unterzuckert)!
Habe dann bei meiner Krankenkasse angefragt! Doch LEIDER bekam ich eine Ablehnung! Bin bei der "Heimat Krankenkasse"! Überlege, ob ich wechseln soll. LG, Roger

Anonym
4. September 2016 um 16:51

Mein Erlebnis : Absage auf Anfrage, anschließend mit dem Hausarzt gesprochen. Von ihm Rezept bekommen mit PZN und Diagnose, dieses an Freestyle eingesendet und ca. 2 Wochen später lag die Genehmigung der Krankenkasse für ein Jahreskontingent vor .... bin Typ 1 Diab. Also einfach mit dem Dok. sprechen und Freestyle regelt dann alles. Meine Erfahrung.

Anonym
8. September 2016 um 21:40

möchte mich dem anschließen, mir wurde von meinem Diabetologen ein entsprechendes Rezept in Anlehnung an die Vorgabe von Abbott ausgestellt, das ich dann einfach an Abbott versendet habe; nach ca. 4 Wochen erfolgte dann der Bescheid von Abbott, dass meine KK (DAK) die Kosten für das System vollständig übernimmt, was seit dem auch sehr gut funktioniert, bis auf die Zuzahlung habe ich keine weiteren Kosten zu begleichen ...
Liebe Grüße A.

Anonym
8. September 2016 um 21:47

Inwieweit kann das ganz schön in die Hose gehen?
Ich messe nur noch äußerst selten zur Gegenkontrolle (etwa 1 x pro Woche) den BZ per Pieks und das schon seit einem Jahr, eine Katastrophe habe ich jedoch bisher deshalb noch nicht erlebt ... A.

Lea
11. September 2016 um 11:31

Ich habe mich schon in ein paar Unterzuckerungen gespritzt, als ich nur den Librewerten vertraut habe ;)

14. September 2016 um 12:54

Ich bin Diabetes Typ II und teile das selbe Hobby - die Fotografie.
Ich versuche durch einen, an meinen Diabetes angepassten Tagesablauf, Ernährung und Bewegung anzupassen, um vielleicht innerhalb eines Jahres wieder von den Metformin Tabletten wegzukommen. Ich messe mit FrreStayle Libre, da ich das Fingerstechen nicht vertrage und komme ganz gut zurecht damit.
Das Lesegerät und 2 Sensoren habe ich vorerst selbst finanziert. Wenn ich jetzt noch eine ärztliche Verordnung bekomme übernimmt meine Kasse einen Großteil der monatlichen Kosten für die Sensoren.

Ich wünsch Dir immer Gut Licht

Tschüss Sven Lucke
www.luckefoto.de

Anonym
2. Januar 2017 um 14:38

Hallo Lea,
leider kann ich nicht mehr auf Dein Dropbox Ordner zugreifen oder bin zu dumm. Gibt es Dein Ordner noch ?

Anonym
4. Januar 2017 um 14:52

Hallo Lea!
Dein drop box link für den Freestyle libre Antrag zur Kostenübernahme funktioniert nicht...kannst du da mal nachschauen...?
Liebe Grüße,
Esther

Lea
11. Januar 2017 um 15:13

Hey Esther,
Ich habe das behoben und der Link ist wieder anklickbar :)

Liebe Grüße

Lea

Anonym
21. Januar 2017 um 00:13

Moin,

die BKK Pfalz kann man auch überzeugen, die Sensoren zu übernehmen. Ich habe nach der "Werbeoffensive" der TK in 2016 einfach per eMail angefragt und auf die Kostenübernahme der TK und DAK hingewiesen. Eine Antwort kam schon einen Tag später, Forderung:
- Kassenärztliche Verordnung ( Rosa Rezept)
- Arztbericht ( Befunde)
- HbA1c Wert der letzten 2 Jahre
- Wie oft pro Tag wird der Blutzucker gemessen?
- Warum können die Therapieziele nicht erreicht werden?
- Wann treten die Schwankungen auf? Eher am Tag oder in der Nacht?

Ich habe alles zusammen gestellt und per Mailanhang abgeschickt, eine Woche später kam die Bestätigung zur Kostenübernahme.

Nun bekomme ich die Sensoren 100% kostenfrei, ohne jegliche Zuzahlung. Lediglich für das Starterset musste ich einmalig 5,99€ für das Lesegerät berappen...

Anonym
21. Februar 2017 um 11:15

hallo lea, ja mit den teststreifen ist das immer so eine sache ...ich komm mit meinen auch nicht gerade sehr lange hin ...und wenn ich dann doch mal mehr baruche mecker mein diabetologe nur noch rum .er meint ich sollte doch mal zum psychologen gehn wegen meinem häufigen messen. da verschlägt es mir immer wieder die sprache wenn ich das höre. deshalb hab ich jetzt das freestyle libre beantrag und hoffe das ich es genehmigt bekomme von der aok. zum schluß noch ein lob von mir mach weiter so mit deinem blog ☺

Anonym
9. April 2017 um 17:31

Wahrscheinlich bin ich schon länger bei Tage länger Diabetiker als Ihr (Generation Reflolux). Daher kenne ich noch die "alten" Richtlinien, die im Grunde genommen noch immer gelten:

1. Für TYP 1 Diabetiker gibt es keine festgelegte Obergrenze für Streifen. Typ 1 Diabetiker haben einen Anspruch auf die erforderlichen Streifen, vgl. statt aller https://www.diabetes-news.de/nachrichten/diabetes-keine-obergrenze-bei-blutzucker-teststreifen
2. Grundsätzlich sollte jeder Typ 1 Diabetiker sich vor und nach jeder Mahlzeit über seinen Blutzucker vergewissern. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn man am Straßenverkehr teilnimmt.
3. Vor dem Schlafengehen und direkt nach dem Aufstehen ist der Blutzucker zu kontrollieren.
4. Bei sportlicher Betätigung oder in Ausnahmesituationen ist häufiger zu kontrollieren.

Nach diesen "alten" Regeln kam und komme ich auf 10 Messstreifen pro Tag. Mir konnte bisher kein Arzt erklären, was sich durch die "neuen" Techniken und Insuline geändert haben sollte - einzige Ausnahme: permanente Messgeräte wie das Libre. Diesbezüglich sehe ich aber mindestens 300 Streifen pro Monat plus 300 Lanzetten und Hauptpflegemittel als zulässige Kostenvergleichsgröße. Fairerweise wird man sagen müssen, dass auch mit dem Libre ca. 30-60 Streifen pro Monat benötigt werden, wenn man die Kontrolle des Libre über parallele Blutzuckermessungen ernst nimmt. Dass nicht jeder Diabetiker 10mal am Tag in den Finger "pieken" und messen möchte, ist eine andere Sache. An der grundsätzlichen Notwendigkeit von deutlich mehr Streifen als die häufig genannten Zahl von 400 pro Quartal (gut eingestellte Ausnahmen gibt es immer) ändert das nichts.

Kurz: Deutlich offensiver auftreten bei den Ärzten. Der Anspruch besteht und muss nur plausibel gemacht werden. Wenn der Arzt gegen den Wunsch weniger verschreibt, würde ich darauf hinweisen, dass aus Eurer Sicht Risiken z.B. im Straßenverkehr und bei Sportveranstaltungen massiv erhöht werden, da mit den verschriebenen Streifen keine ausreichende Kontrolle möglich ist. Kann mir schwer vorstellen, dass ein Arzt dieses Haftungsrisiko tragen möchte...

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