6 Dinge, die ich durch den #EASD2015 gelernt habe

Drei Tage in Stockholm mit vielen Veranstaltungen rund um den EASD 2015 liegen hinter mir und mein Kopf ist gefüllt mit schönen Erinnerungen und neuen Ideen, die in die Tat umgesetzt werden wollen.
Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, all diese Informationen, die in den letzten Tagen auf mich eingerieselt sind, zu bündeln.



Ich beschränke mich daher auf die für mich interessantesten Neuheiten, auf Dinge, die ich auf meiner Reise gelernt habe und auf einige Erlebnisse, die ich mitnehmen konnte.
Falls es zusätzlich noch Themen gibt, die euch interessieren, fragt gerne nach.

Schön gestaltete Diabetesaccessoires erregen Aufsehen

Ihr habt es sicher schon mitbekommen, dass auf dem EASD ein neues farbenfrohes Pumpensystem enthüllt wurde - die Rede ist natürlich von Kaleido.
Die Frage, die sich der Betrachter nun stellt: steckt hinter der fashiontauglichen Fassade noch mehr, das interessant sein könnte?
Tatsächlich hat Kaleido auch mich in seinen Bann gezogen, der Austeller lockte mit einem Mosaik aus Farben und einem mir noch ganz unbekannten Namen.





Die Pumpe selbst könnte man wohl am Ehesten als eine Mischung aus Schlauch- und Patchpumpe beschreiben.
Mir gefällt besonders gut, dass das Pumpengehäuse immer nur neu aufgefüllt werden muss, so entsteht kaum Müll.
Außerdem kann man die Pumpe mithilfe eines speziellen Pflasters und Klett jederzeit an eine andere Stelle setzen.
Das Design der Pumpe und der Fernbedienung haben mich auch überzeugt: Diabetes kann auch modern!
Bis das Ganze System in Deutschland auf den Markt kommt, wird es wohl noch eine Weile dauern, erst mal sind die Niederlande und UK dran.
Danach, so Kaleido, ist der deutschsprachige Raum großer Favorit.
Wer noch etwas mehr über die Kaleido erfahren möchte, sollte sich mal Ilkas Artikel dazu durchlesen.
Ich für meinen Teil bin gespannt, was der Markt in den nächsten Jahren an (Patch)pumpen bereit hält!

Des Omnipods neue Kleider

Auf dem ADA wurde im Juni der Prototyp des neuen PDMs für die Omnipodfraktion vorgestellt.
Schick sieht er aus, fast wie ein Smartphone, mit einem netten Touchdisplay.
Am Stand von myLife habe ich mich dann gleich schlau gemacht, wann dieser PDM auch in Deutschland erhältlich sein wird.
Gemunkelt wurde Anfang 2016, leider gilt das aber nur für den amerikanischen Markt.
Bei uns in Deutschland ist der Launch erst 2017 geplant. Schnief.


Was bei den Ärzten endlich angekommen ist




Okay, zugegeben, das Zitat stammt sogar von 2008, wie aus dem Bild zu entnehmen ist.
Aber erst in letzter Zeit höre ich immer öfter, dass der HbA1c nicht mehr allein im Fokus stehen sollte.
Wichtig ist ein genauer Blick in die Diabetestherapie UND in das Seelenleben des Patienten.
Der psychische Aspekt kommt viel zu kurz, obwohl selbst Begriffe wie Diabetesburnout längst in den Wortschatz übergegangen sind.
Mit meinen Diabetologen hatte ich anscheinend immer viel Glück, hört man doch täglich Horrorgeschichten über Unverständnis bis hin zur Demütigung aufgrund eines schlechten HbA1cs in den Sozialen Netzen.
Natürlich reicht es nicht, dass die Patienten von einer psychischen Belastung sprechen, es müssen erst ein paar Studien laufen, bis das Ziel klar wird.
Aber immerhin, es tut sich was.


Stockholm ist ein toller Ort (für Diabetiker)


Läuft man einmal durch die Stadt, findet man gleich Läden wie diese. Und das bei einer Hypo.


Danke an Tine für das schöne Bild! 
Gemeinsam sind wir stark

Wir, die Diabetesblogs lesen und in den Sozialen Netzen aktiv sind, wissen, wie wichtig unsere Gemeinschaft ist und wie sehr es hilft, zu wissen, dass wir nicht allein mit all den Problemen sind, die der Diabetes manchmal mit sich bringt.
Wie schön ist es, zu wissen, dass man verstanden wird und Mut zugesprochen bekommt, wenn es mal nicht so klappt mit dem Management.
Ich kann ganz offen sagen, dass diese Gemeinschaft mein Leben verändert hat - ich habe durch sie gelerent, ein positives Leben mit Diabetes zu führen, trotz der schlechten Phasen ab und an.



Um so mehr hat es mich gefreut, dass ich nun Diabetiker aus ganz Europa und sogar Australien kennenlernen durfte.
Es ist wirklich sehr inspirierend und spannend zu sehen, wie andere Nationalitäten mit ihrem Diabetes umgehen.
Was noch wichtiger ist: wir alle haben eine Stimme. Und wir sollten sie benutzen.
Es gibt so viele schöne Projekte, wie zum Beispiel Anna Ps (dazu gleich mehr), aber auch unsere #dedoc hier in Deutschland wurde hochgelobt.

Es gibt auch Mode für Diabetiker

Und damit meine ich nicht unvorteilhafte Omischlüpper, in denen zur Not sogar ein ganzer Kühlschrank mit Insulin verstaut werden könnte.
Nein, Anna PS ist eine Marke von und für trendbewusste Diabetiker.
Im Onlineshop können Unterwäsche, T-shirts und sogar Schwimmsachen mit diskret eingenähten Pumpentaschen erworben werden, für Männer, Frauen und auch Kinder.



Ich finde die Idee wirklich klasse und bin gespannt, wie sich das Unternehmen ausweitet.
Wie wäre es mit schönen schwarzen Kleidern für die nächste Party, bei der Pumpe und vielleicht auch Smartphone sicher am Körper getragen werden können?
Ich bin sicher, dass das längst in Planung ist ;-)




Auch andere Blogger berichten über unsere Tage in Stockholm, schaut mal vorbei:

Emilie schreibt über den ersten Tag in Stockholm
Tine gibt euch allgemeine Infos zum EASD und ihrem "Comeback", hurra!

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