Warum es wichtig ist, vor dem Schlafengehen zu messen


In letzter Zeit gab es nicht viele Diabetes-Eskapaden, über die ich mich hätte beschweren können.
Ab und zu ein paar kleine Ausrutscher nach oben, aber im Großen und Ganzen lief das Management so nebenbei.
Mein neuer HbA1c von 6,7% veranschaulicht die Situation ganz gut.

Meine letzte schlimmere Hypo war Ewigkeiten her. Bis gestern Nacht.



Ungefähr eine Stunde vor meiner gewohnten Schlafenszeit lag der Blutzucker bei 188mg/dL, ich hatte gerade etwas gegessen und ein paar Insulineinheiten wirkten noch nach.
Nichts Aufregendes.

Doch als ich eine Stunde später das Licht ausmachen wollte, kam mir der Gedanken, doch noch einmal nachzumessen.
Ich habe mich in dem Moment nicht schlecht gefühlt, hatte keine Symptome einer Unterzuckerung, wie es sonst der Fall war.
Trotzdem zeigte meine Messgerät nur einen Wert von 50mg/dL mit noch 2 wirkenden Insulineinheiten an und ich geriet kurzzeitig in Panik.

Mit Traubenzucker und Gummibärchen war die Unterzuckerung schon bald behoben, aber ich fühlte mich zittriger und aufgewühlter als zuvor.
Vermutlich hatte ich unterbewusst doch bemerkt, dass etwas nicht stimmte und deshalb mein Messgerät gezückt.
Oft gehe ich aber auch einfach schlafen, ohne noch einmal aufs Messgerät zu schauen - jedenfalls, wenn der Blutzucker kurze Zeit zuvor stabil ist.
Die Was-Wäre-Wenn-Fragen geistern durch meinen Kopf.
Es hätte auch anders ausgehen können.

Ich bin mir jedenfalls sicher, dass ich das Messen vor dem Schlafengehen nicht mehr so schnell vergessen werde.