Mit Twitter durch den T1Day - eine Zusammenfassung.


Weiße Sensoren auf jedem zweiten Arm, hin und wieder hallt ein Piepen oder Klicken durch den Saal und bei der Frage, wer Diabetes Typ 1 hat, heben mehr als 250 Menschen ihre Hände und lösen mit einer schlichten Handbewegung ein Gefühl der Zugehörigkeit, der Verbundenheit aus.
Dieser Tag ist nur für uns - für Menschen mit Typ 1 Diabetes.

© Blood-Sugar-Lounge, Kirchheim Verlag

Es ist Samstag, der 24. Januar und ich komme nach einem anstrengenden Tag endlich bei der Location für die Warming-Party der Blood-Sugar-Lounge an.
Bevor ich durch die Tür gehe, bin ich schon etwas nervös - schließlich bin ich erst neu dabei und kenne noch nicht viele meiner "Kollegen", aber diese Sorge war völlig unbegründet: Ich wurde mit offenen Armen (und Donuts) empfangen.
Schon vorab konnte ich so in einer schönen Atmosphäre all die lieben Menschen kennenlernen, die ich davor nur von ihren Blogs oder vom Tweetchat kannte.
Es war, wie sollte es auch anders sein, ein schöner und lustiger Abend, allerdings war ich von dem Tag doch recht geschlaucht und blieb daher nicht so lange wie manch Andere - an meinem Durchhaltevermögen muss ich noch arbeiten!

© Kurchheim Verlag

Am Nächsten Morgen fuhr ich nach einem kurzen Frühstück mit Kathi von Sport-mit-Diabetes zum Ramada-Hotel am Alexanderplatz, wo der T1Day bereits seine Pforten geöffnet hatte.
Nach kurzem Schlange stehen bekam ich mein Namensschild für den Tag überreicht und nach einem kurzen Blick über die Stände der Pharmavertreter ging es dann auch schon los.

©T1Day

Das "Motto" des Tages kam übrigens von Fredrik von mysugr, der zusammen mit Ilka den T1Day moderierte: Diabetes ist nicht immer lustig, aber auf dem T1 Day ist Diabetes Party!

Wer sich auf den Social Media Kanälen herumtreibt, hatte vielleicht schon davon gehört, dass auf dem T1Day eine neue Kampagne enthüllt werden würde: Wir sind Blutsbrüder!

Mehr erfahrt ihr hier und da Bente und Ich bereits mitgemacht haben, nominiere ich hiermit alle meine Blogleser, an der Kampagne teilzunehmen!

©T1Day

Nach dieser Bekanntgabe startete der erste Vortrag: Warum habe ich Diabetes und wie werde ich ihn wieder los?

In diesem berichtete Klemens Raile über die Forschungsansätze der letzten Jahrzehnte, die besonders interessant sind, wenn man sich für die Wissenschaft begeistern kann.
Wer etwas mehr erfahren möchte, sollte bei Antjes Post über den Vortrag vorbeischauen - allen Anderen sei gesagt: Eine Heilung ist leider nicht in Sicht, es gibt aber durchaus vielversprechende Ansätze!

© Finn Köster, mein-diabetes-blog.com

Der nächste Vortrag von Michael Neudorf "Wie sieht die Interaktion Patient-Arzt im Jahre 2015 aus" war nicht nur für die anwesenden Mediziner interessant, denn es ist doch schön zu sehen, wie versucht wird, aus dem Termin beim Diabetologen das Beste herauszuholen.
Eine Problemfrage gefiel mir sehr gut, spiegelte sie doch genau die Gedanken wieder, die ich bei einigen Ärzten habe.
"Beschäftigen wir uns zu viel mit der Technologie und zu wenig mit den Menschen dahinter?"
Ich denke, dass gerade DAS einen guten Diabetologen ausmacht - wenn er sich um den Menschen kümmert, nicht nur um die Einstellung der Blutzuckerwerte.
Denn Experten sind wir doch alle.

In einer kleinen Kaffeepause konnte man sich etwas austauschen und den Hunger am Buffet stillen.
Es waren sogar Modellportionen mit Angaben zu Kohlenhydraten aufgebaut.

Icaneateverything ‏@saytine 25. Jan.
“@Knochentuete: Wie trinkt ein Vampir seinen Kaffee?
MIT BLUTZUCKER! HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA!” #dedoc

Der nächste Vortrag drehte sich um den Diabetes Typ F - Familie und Freunde, also Angehörige eines Diabetikers.

Als Erstes wurde über den ersten Deutschen berichtet, der mit Insulin behandelt wurde: Erik Momsen.
In seinem Buch berichtete er darüber, wie er ein schönes, langes Leben mit Diabetes leben konnte: Das alles war nur durch die Unterstützung von Familie und Freunden möglich.
So war es damals und so ist es heute.
Es ist wichtig, Jemanden zu haben, mit denen man über seine Probleme reden kann und der über Diabetes fast so gut Bescheid weiß wie man selbst.

© Icaneateverything.com

Aber was machen die Angehörigen? Für Familien und Partner von Diabetikern gibt es keine Community, dabei sind diese meist genau so belastet, wenn es gerade mal nicht so gut läuft mit der Diabetestherapie.
Wer auch Typ F ist, sollte sich mal Manus Blog anschauen.

Die Paneldiskussion zum Thema Diabetes in den Medien geriet aufgrund der Zeitprobleme etwas zu kurz, hinterließ aber viel Gesprächsstroff, zu dem sich einige Blogger in nächster Zeit separat äußern wollen.
Ich bin gespannt und werde die Einträge dann an dieser Stelle verlinken.
So einfach, wie man sich die Lösung dieses Problems vorstellt, ist es nämlich leider gar nicht!



Während in den Fokusgruppen fröhlich diskutiert wurde, nahmen Bente und ich uns die Zeit, den Pharmavertretern einen Besuch abzustatten.

Und auf welchen Vortrag freute sich die DeDoc am Meisten?



Natürlich auf den von Bastian über unsere tolle Community!

Roman Lukas ‏@RomanLukas25 25. Jan.
Ich bin im Fernsehen! #dedoc





© reisen-mit-typ1.de/



Ein schönes Gefühl, dabei sein zu dürfen!

Die restlichen Vorträge in Bildern:


© Iris Eberspächer



Vielen Dank an das Organisationsteam des T1Day, an die Blood-Sugar-Lounge und die restlichen Sponsoren für einen unvergesslichen Tag! :-)