Höhen und Tiefen des Jahres 2014 in meiner Diabetestherapie.


Das Jahr 2014 neigt sich dem Ende zu und auch ich lasse es Revue passieren, nur eben auf Momente bezogen, die etwas mit Diabetes oder meiner Diabetestherapie zu tun haben.

Im Januar ging es mir diabetestechnisch nicht besonders gut.
Ich hatte viele Unterzuckerungen und bekam meine Werte nicht so wirklich in den Griff.
Meine Ärzte und ich hatten das Gefühl, dass meine Faktoren sich jeden Tag änderten.
Mittlerweile sehen wir den Januar als das Ende meiner diabetischen "Honeymoon-Phase" (Remissionsphase) an.



Im Februar durfte ich dank der Bereitstellung durch die Firma Nintamed den Dexcom Sensor für eine Woche testen.
Ein CGM ist wohl der Traum eines jeden Diabetikers und so fiel es mir wirklich schwer, das CGM nach einer Woche wieder abzugeben.
Trotzdem hat es mir sehr geholfen, meine Therapie zu optimieren.

Im April und Mai standen meine Abiturprüfungen an. Innere Anspannung und Nervosität ließen meine Blutzuckerwerte Achterbahn fahren und das ausgeschüttete Adrenalin hatte während der Prüfungen seine Freude daran, meine Werte über 350mg/dl ansteigen zu lassen.
Besonders gut ausgefallen sind meine Klausuren dadurch leider nicht, aber ich bin mir sicher, dass Nachschreiben nichts gebracht hätte.
Schließlich kann man Adrenalin leider nicht abstellen.





Im Juni ging es mir blendend - ich hatte frei, die Sonne schien und auch die Diabetessau ließ sich nicht blicken.
Außerdem stand noch das Camp D auf dem Programm.
Es war wirklich schön, Diabetiker aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz kennenzulernen
Außerdem lernte ich die anderen lieben Diabetesblogger endlich persönlich kennen, wenn auch nur kurz.

Im Juli schien dann gar nichts mehr an meiner Diabetestherapie so recht klappen zu wollen.
Hohe Werte und kein Ende in Sicht, da das Insulin nicht so recht wirken wollte.
Ab diesem Moment war ich wirklich nur noch frustriert und konnte es gar nicht mehr erwarten, meine Pumpe genehmigt zu bekommen.

Zum Glück war die Genehmigung im August dann da und ich verbrachte 4 Tage im Krankenhaus, um mich auf meine neue Pumpe einstellen zu lassen.
Viele Unterzuckerungen später war ich dann wieder perfekt eingestellt und konnte die restliche Sommerzeit genießen.



Im September stand natürlich mein großer Abenteuerurlaub auf Island an.
In diesen 9 Tagen habe ich die schönste Landschaft der Erde kennengelernt und so ganz nebenbei einige meiner Grenzen überwunden.
Viele Menschen reisen nach Island, um sich selbst zu finden.
Dieses Abenteuer habe ich zwar schon hinter mir, doch trotzdem habe ich etwas daraus mitgenommen: Neuen Mut.
Mut, Dinge auszuprobieren, die nicht mehr in meiner Komfortzone liegen.
Ich denke, dass das auch für das Managment seiner eigenen Diabetestherapie sehr wichtig sein kann.

Der Oktober stand ganz im Zeichen meines Umzugs und Studienbeginn. Klar, dass der Blutzucker da etwas verrückt spielt.

Unser Monat, der November, zeigte sich dafür von seiner besten Seite.
Mein Diabetesjubiläum wurde gefeiert und ich las viele schöne Dinge über Veranstaltungen und Blogposts zum #diabetesawarenessmonth.
Leider konnte ich dieses Jahr nicht dabei sein, durch die #dedoc fühlt man sich dennoch immer verbunden. Danke dafür! :-)

Das Jahresende war sicherlich nicht das Beste und endete auch im Krankenhaus.
Trotzdem habe ich ganz viel neue Motivation für 2015 und nehme mir nun die Zeit, um wieder etwas an meiner Basalrate und den Faktoren zu feilen.


Euch Allen wünsche ich natürlich gute Gesundheit, viel Energie und ein glückliches Jahr 2015. Macht das Beste draus!