#dbw2014: Lieber Diabetes Typ 1...



Heute erreicht euch der erste Beitrag für die Diabetes Blog Woche, die von Tine, Sascha sowie Ilka und Finn ins Leben gerufen wurde.

Die erste Aufgabe ist es, einen Brief an seinen Diabetes zu schreiben - in welche Richtung das geht, ist egal.
Ich bin schon gespannt auf die Interpretationen der anderen Blogger und Teilnehmer - wenn ihr keinen Blog habt, aber gern mitmachen möchtet, schreibt mir oder den Organisatoren doch eine Mail.






Seit mittlerweile 3 Jahren begleitest du mich nun schon, hast mich oft verzweifeln lassen und genervt, was das Zeug hielt, aber so richtig vorstellen kann ich mir mein Leben ohne dich auch nicht mehr.

Nicht nur, dass du mir in meinen Gedanken fehlen würdest ("Hab ich schon gemessen?", "Bolus nicht vergessen!", "Wie viel KE hat der Mist denn jetzt?"), du hast mein Leben in den letzten Jahren komplett verändert und auch wenn nicht jede Änderung positiv war, bin ich dir irgendwie dankbar.

Denn du hast mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin, der ich gerne bin.
Der sich wohlfühlt in seiner Haut, der zu sich selbst steht und der weiß, wie wertvoll das Leben ist.

Durch dich weiß ich zwar, wie es sich anfühlt, ganz unten zu sein, aber andererseits weiß ich durch diese Erfahrung auch, dass ich es immer wieder schaffen kann, aus den tiefsten Löchern wieder herauszukommen.
Du hast mir in gewisser Weise Hoffnung gegeben und den Glauben an mich selbst.
Dass ich alles schaffen kann, was ich angehe.
Dass ich stolz darauf sein kann, wer ich bin und was ich tue.
Du hast mir klargemacht, dass mir mit meiner Willensstärke alle Türen offen stehen, auch ohne sich zu verstellen.

Ich weiß, dass es einige Dinge gibt, die ich an mir nie ändern kann, aber dass ich das akzeptieren muss und auch kann. Ich muss mich nicht für Dinge schämen, gegen die ich nichts tun kann.

Ich denke, es ist sehr, sehr wichtig diese Dinge für sich zu verstehen, um ein zufriedenes und glückliches Leben führen zu können.
Und das führe ich, obwohl oder gerade weil du dazu gehörst.

Solltest du mich mal wieder deprimieren, ist es genau das, was ich mir ins Gedächtnis rufe - die positive Seite an dir.
Denn die möchte ich nicht missen.

Auf viele weitere aufregende Jahre,

deine Lea






What's in my Diabetes bag?




So schön es auch ist, dass die Technik für Diabetiker mittlerweile weit fortgeschritten ist, so nervig ist es auch, seine ganzen Utensilien für unterwegs griffbereit zu haben.
Es gibt natürlich auch Einige, die nehmen es nicht so genau und lassen sogar mal ihr Messgerät zuhause - für alle anderen bleibt die Frage: Was soll ich mitnehmen und in welche Tasche passt der ganze Kram?

Seitdem ich zu den Pumpenträgern gehöre, habe ich deutlich weniger Kram dabei, vielleicht ein weiterer Pluspunkt.
Noch vor einem Monat schleppte ich mich da nämlich mit Messgerät, Spritzen, Traubenzucker, langwirkenden KE (Müsliriegel o.ä.) und einer Cola für plötzlich auftretende Unterzuckerungen ab.

Nun sieht es in meiner #Diabetesbag ungefähr so aus:



Immer mit dabei: Pumpenfernbedienung mit integriertem Messgerät plus Stechhilfe und Teststreifen, ein Omnipod als Ersatz, eine mylife Daily Dose Einmalspritze als Notfall, wenn der Ersatz auch versagt, Desinfektionsmittel und natürlich Traubenzucker.
Dextro-Traubenzucker und ich mögen uns nicht besonders - der "runde" Traubenzucker aus der Apotheke ist da eher mein Fall, hier mit Wassermelonengeschmack (fast lecker)!




Wenn ich über Nacht oder das Wochenende unterwegs bin, kommen zusätzlich noch Ketonmessgerät und Tape mit, außerdem noch eine Extradose Teststreifen und Nadeln für die Stechhilfe.



Und was mache ich, wenn ich feiern gehe?
Da ich meistens selber fahre, lasse ich einen Ersatzpod und den ganzen Notfallkram im Auto und nehme nur Fernbedienung mit den Teststreifen und Traubenzucker mit in die Disco.
Dafür reichen auch kleine Taschen oder für die männliche Spezies Rucksäcke.

Hier findet ihr übrigens noch weitere #whatsinmydiabetesbag Fotos.